BlŠtter des Golds

 

Ein Ruf, zu den Lehre vom Bibel

Jahr ein                                                    NOVEMBER                                                    2009

 

Redakteur, James A. Nelson, jan23@cox.net

Gewebe Meister, Martin Gutzmer, mrgutzmer@gmail.com

Sponor, David Pickett zurŸckzukehren, dr_pickett@hotmail.com

 

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Kapitel 4

 

DER HEILIGE GEIST

 

Kapitel 4

DER HEILIGE GEIST

Das Christentum ist die einzige Religion, die den Heiligen Geist hat. Wenn wir an diese Lehre denken, dann wollen wir der Tatsache eingedenk sein, dass Jesus Christus das zentrale Thema der ganzen Bibel ist. Wir kennen nicht den Namen des Heiligen Geistes. Wir wissen nur, was er ist, wer er ist und was er tut. Das Schweigen der Schrift im Hinblick auf seinen Namen ist bedeutsam. Er hŠlt seinen eigenen Namen zurŸck, auf dass Name und Werk des Herrn Jesus Christus erhšht werden. Vgl. Johannes 15,26.

A. Seine Person:
Vom Heiligen Geist gilt es nicht als von einem Prinzip, einem "es", zu sprechen. Er ist vielmehr eine Person, die in jedem GlŠubigen wohnt. Mitunter sind wir der Meinung, dass nur eine sichtbare Person eine wirkliche Person sei.
TatsŠchlich aber sind wir alle eine Person und Persšnlichkeit, die nicht Teil des Kšrpers ist. Der menschliche Kšrper ist lediglich der Organismus, mit dem Gott uns fŸr die Zeit unseres Erdenlebens ausgestattet hat. Sie sind kein ãesÒ. Wenn Sie sterben, bleibt ein Kšrper zurŸck, den wir ins Grab legen, aber Sie selbst sind nicht mehr hier. Diese Ihre eigentliche Person war - Šhnlich wie der Heilige Geist – fŸr Menschenaugen nicht sichtbar.


Der Heilige Geist ist empfindsam und wird dadurch als Person deutlich.

(1) Er kann betrŸbt werden. ãUnd betrŸbt nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlšsung.Ò Epheser 4,30.
(2) Er kann versucht werden. ãPetrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr euch denn einig geworden, den Geist des Herrn zu versuchen?" Apostelgeschichte 5,9.
(3) Ihm kann widerstanden werden. ãIhr Halsstarrigen, mit verstockten Herzen und tauben Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem heiligen Geist, wie eure VŠter, so auch ihr.Ò Apostelgeschichte 7,51.
(4) Er kann gelŠstert werden. ãWer aber den heiligen Geist lŠstert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist des ewigen Gerichts schuldig." Markus 3,29; siehe auch Vers 30.
(5) Man kann ihn belŸgen. ãPetrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfŸllt, den heiligen Geist zu belŸgen." Apostelgeschichte 5,3.

Der Heilige Geist wird an mehreren Stellen der Bibel auch ÒGottÓ genannt. Ihm kommen gšttliche Eigenschaften zu, wie es in den nachstehenden Bibelstellen verdeutlicht wird:
(1) Allmacht: Lukas 1,35. Bei der Geburt Christi hielt er seine Hand Ÿber Maria und Jesus. Er hŠlt seine Hand auch Ÿber uns.
(2) Allwissenheit: 1 Korinther 2,10. In unserem Leben ist ihm nichts verborgen.
(3) Allgegenwart: Psalm 139,7-17. FŸr unser Leben gilt: ãEr wird uns nicht verlassen noch versŠumen.Ò Er ist stets gegenwŠrtig.
(4) Ewiger Geist: HebrŠer 9,14. In unserem Leben ist er von Anbeginn an (Wiedergeburt) dabei und begleitet uns auf unserem Weg zur himmlischen Heimat. Er wirkt in uns und hilft uns, ãdem lebendigen Gott zu dienen.Ò

Der Heilige Geist wird in der Schrift auch anhand von Symbolen und Beispielen versinnbildlicht, die sein gšttliches Wirken aufzeigen.
Diese Bilder bzw. Symbole sind:
(1) Die Taube: Johannes 1,32. Die Taube ist ein Symbol von Liebe und Schmerz. Dies kommt im Dienst des Geistes an Jesus zum Ausdruck.
(2) Das Wasser: Jesaja 44,3; Johannes 7,38.39. Als Gerettete kann uns nur der Heilige Geist den geistlichen Durst stillen.
(3) Das …l: 1. Samuel 16,13. Die Salbung eines Priesters begann am Ohr, damit er auf Gott hšre. Dann wurde der Daumen des Priesters gesalbt, damit er fŸr Gott wirke. Das ist das Werk des Heiligen Geistes in unserem Leben.
(4) Der Wind: Johannes 3,6.7. Still und verborgen wirkt der Heilige Geist in uns bei der Wiedergeburt und in unserem tŠglichen Leben.
(5) Das Feuer: Apostelgeschichte 2,3.4. Feuer steht symbolisch fŸr Reinigung, PrŸfung oder Gericht. Das ist ein Werk des Heiligen Geistes in unserem Leben.
(6) Bekleidung: Richter 6,34 (wšrtliche †bersetzung aus dem HebrŠischen). Der Geist des Herrn kleidete Gideon. Bekleidung spricht von Schutz. Er ist auch unser Schutz.

B. Seine Wirksamkeit:

Der Heilige Geist ist in der Schrift auf vielfŠltige Weise wirksam. Nachstehend sind Beispiele hierfŸr aufgefŸhrt.

(1) Er spricht. ãAls sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.Ò Apostelgeschichte 13,2.
(2) Er tritt fŸr uns ein. ãDesgleichen hilft auch der Geist unserer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichÕs gebŸhrt; sondern der Geist selbst tritt mit unaussprechlichem Seufzen fŸr uns ein." Ršmer 8,26.
(3) Er legt Zeugnis ab. ãWenn aber der Tršster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis von mir ablegen.Ò Johannes 15,26.
(4) Er Ÿbt das Aufseheramt aus. ãSo habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der heilige Geist zu Aufsehern eingesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu weiden, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.Ò Apostelgeschichte 20,28.
(5) Er fŸhrt. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit fŸhren.Ò Johannes 16,13.
(6) Er lehrt. ãAber der Tršster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.Ò Johannes 14,26.
(7) Er erschafft. ãAm Anfang ... und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.Ò 1.Mose 1,1.2.
(8) Er bewirkt die Wiedergeburt zu unserer Rettung. ãWas vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr mŸsst von neuem geboren werden. ... So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.Ò Johannes 3,3.5-8.
(9) Er hat Jesus von den Toten auferweckt. "Wenn der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen in euch wohnenden Geist." Ršmer 8,11.
(10) Er vollendet die Erlšsung. "Ihr aber seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden im Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes." 1. Korinther 6,11.
(11) Er versiegelt die GlŠubigen. "In ihm seid auch ihr, nachdem ihr zum Glauben gekommen seid, mit dem verhei§enen heiligen Geist versiegelt worden." (Epheser 1,13).
(12) Er leitet die GlŠubigen. "Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Sšhne Gottes." Ršmer 8,14; Galater 5,18.


Auf unserem Lebensweg als Christen sollten wir uns dessen stets bewusst sein, dass es die Person des Heiligen Geistes ist, die Tag fŸr Tag Dienst an uns tut. Die Bibel sagt uns, dass wir vom Heiligen Geist erfŸllt und geleitet werden. Er kann nicht in unserem Leben wirken, wenn wir in SŸnde leben. Ob wir in Gedanken oder Taten sŸndigen - wenn wir den Heiligen Geist betrŸben, dann gilt es umgehend nach 1. Johannes 1,9 zu handeln, damit wir nicht die Gemeinschaft mit Gott verlieren. ãWenn wir aber unsere SŸnden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die SŸnden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.Ò Auf diese Weise bleiben wir in Gemeinschaft mit Gott. Die grš§te Gefahr, der sich ein Christ in dieser Welt gegenŸber sehen kann, ist, SŸnde in seinem Leben zu dulden. Es sind nicht finanzieller Ruin, Krankheit, Einsamkeit, Beschimpfungen, Verfolgung oder unzŠhlige andere Dinge, die unser grš§ter Feind sind. Es ist die SŸnde, die unsere Beziehung zu Gott zerstšrt, den Heiligen Geist betrŸbt und dem Teufel gestattet, uns vom Lebenspfad zu einem Pfad der Zerstšrung abzubringen. Galater 5,19-21 zŠhlt Dinge auf, auf die wir achten sollen. Wir mŸssen uns klar vor Augen halten, dass Satan der Feind unserer Seele ist. Das ist der tŠgliche Kampf, den wir fŸhren mŸssen (Epheser 6,11-18: Die geistliche WaffenrŸstung). Der Sieg ist verhei§en: "Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller SŸnde.Ò (1 Johannes 1,7). Wenn stets ausgerŠumt wird, was zwischen Gott und uns steht, dann leben wir in stetiger Gemeinschaft mit dem Vater. Sofortiges Bekennen der Schuld ist unser einziger Schutz gegen den Feind unserer Seele. Lesen Sie dazu das 1. Kapitel aus dem 1. Johannesbrief und lernen Sie es auswendig. Hier liegt der SchlŸssel fŸr eine siegreiche christliche LebensfŸhrung.

C. Sein Handeln am GlŠubigen:

Jeder Christ kann zweierlei Frucht in seinem Leben hervorbringen, aber es tritt jeweils nur eine von beiden zutage. Denken wir daran, dass wir als Christen je nach unserem Sinnen und Trachten die eine oder die andere Frucht hervorbringen kšnnen. Es kann die Frucht des Fleisches oder die Frucht des Geistes sein. Die Frucht hŠngt davon ab, unter welcher Herrschaft unser Leben steht. ãLebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch.Ò (Galater 5,16.17).

Wir alle bringen Tag fŸr Tag Frucht - doch welche Frucht ist es? Die Welt mit ihren Verlockungen macht es uns nicht einfach, den Begierden des Fleisches zu widerstehen. Die Zahl der Versuchungen ist Legion, in der Werbung etwa, in den Medien, Magazinen etc. Die Welt, deren FŸrst Satan ist, liegt im Argen (1. Johannes 5,19). Kapitel 5 des Galaterbriefes fŠhrt mit einer Auflistung der Werke des Fleisches fort (Galater 5, 19-21). Ein nicht wiedergeborener Mensch kann kaum anders, als die Frucht des Fleisches hervorzubringen. Aus menschlicher Sicht mag er Gutes tun und unter dem Beifall der Welt sogar auf religišsem und sozialem Gebiete tŠtig sein, und dennoch: aus Gottes Sicht haben diese Werke keinen Wert fŸr die Ewigkeit.

Das Werk des Heiligen Geistes ist es, die Frucht des Geistes in Ihrem Leben zu bewirken. Nur ein wiedergeborener Christ kann diese Frucht bringen. Wir sollten beachten, dass hier von der Frucht im Singular gesprochen wird. Auch wenn Sie die Frucht hervorbringen, ist es doch seine, des Geistes, Frucht. Er selbst bewirkt jegliche – oder keine – Frucht in Ihrem Leben, je nach Ihrer geistlichen Beziehung zu Gott. Wenn SŸnde in Ihr Leben kommt, dann wird aus der Frucht des Geistes die Frucht des Fleisches. Das Begehren eines jeden Christen sollte die rechte Frucht in seinem Leben sein. Der Heilige Geist wirkt in unserem Leben und lŠsst in dem Ma§e, in dem wir uns seiner FŸhrung unterstellen, seine Frucht wachsen und reifen. Wenn er nicht ganz Herr ist, dann ist er es letztlich gar nicht. Galater 5,22-24.

Wir wirken nicht auf eine Siegesposition hin, um von dieser aus die Frucht des Geistes herzuvorbringen. Wir wirken vielmehr von einer Stellung aus, die wir in Christus bereits innehaben. An keinem Tag unseres Lebens wird es in unserem Bestreben, diese Frucht hervorzubringen, ohne Kampf abgehen, doch der Sieg ist unser: "Die, die Christus angehšren, haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den LŸsten und Begierden." Galater 5,24. Wir mŸssen uns dessen bewusst sein, dass unser Sieg nicht von uns selbst kommt, sondern von Christus. Die Kreuzigung des Fleisches geschieht nicht durch das, was wir tun, sondern aufgrund dessen, der in uns lebt und in dem wir leben. "Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst fŸr mich dargegeben hat." Galater 2,19c,20. In dem Ma§e, wie ich mich der FŸhrung des Geistes unterstelle, kann ich Tag fŸr Tag Sieg haben. Ich mag den Heiligen Geist betrŸben, aber er wird mich nie verlassen, denn ãihr seid versiegelt auf den Tag der Erlšsung." Epheser 4,30. Er, mit dem ich versiegelt bin, wohnt bleibend in mir, bis ich einst am Ziel der himmlischen Herrlichkeit angelange.

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D. Seine Gaben und Ihr Einsatz:

Haben Sie sich als Christ je gefragt: ãWas kann ich tun?Ò Wenn ich Ihnen z.B. ein neues Auto schenkte, was wŸrde ich dann von Ihnen erwarten? WŠre der Zweck des Geschenks, dass Sie es nur ansehen oder in einen Ausstellungsraum stellen, wo die Leute es ansehen, darŸber reden, ihren Freunden davon berichten, es fotografieren? Oder wŸrde ich erwarten, dass Sie sich ans Steuer setzen und losfahren? Nichts anderes, denn der Zweck eines Autos ist doch wohl, dass man es fŠhrt. Man kann damit zur Arbeit fahren oder Freunde mitnehmen. Vielleicht macht man auch einmal einfach so einen Ausflug aufs Land. Gott hat Ihnen die Gabe des ewigen Lebens und die Innewohnung des Heiligen Geistes geschenkt und Ihnen geistliche Gaben verliehen, damit Sie sie fŸr ihn einsetzen. "Auch Ÿber die Geistesgaben mšchte ich euch, liebe BrŸder, nicht im unklaren lassen...Gewiss, es gibt verschiedene Geistesgaben, aber es ist immer ein und derselbe Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber es ist immer derselbe Herr. Es gibt verschiedene Kraftwirkungen, aber es ist immer derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Jedem wird die Offenbarung des Geistes nur zum Besten des Ganzen zuteil." 1. Korinther 12,1.4-7 (†bertragung von Hans Bruns).

Die nŠchsten Verse in diesem Kapitel und andere Kapitel der Heiligen Schrift listen die Gaben auf, die der Heilige Geist den GlŠubigen zuteil werden lŠsst. Wir wissen, dass jeder GlŠubige zumindest eine Gabe hat, die er fŸr den Herrn einsetzen kann. Ršmer 12,4-8. Was erwartet Ihrer Meinung nach der Herr von uns im Hinblick auf den Umgang mit diesen Gaben? Wenn wir uns in der Welt umschauen und die Schrift durchgehen, dann sollen wir uns vor allem davor hŸten, hinsichtlich der Gaben, die Gott anderen geschenkt hat, Neid zu empfinden. Wir sollten erkennen, dass die Gaben des Heiligen Geistes fŸr jedes einzelne Gotteskind einzigartig - sozusagen exklusiv - sind. ãGott hat doch nach seinem Willen jedem Glied seine besondere Aufgabe gegeben.Ò 1. Korinther 12,18 (†bertragung von Hans Bruns). Sie mšgen fragen: ÒWas ist meine Gabe?Ó Das kšnnen wir nicht beantworten. Fragen Sie Gott. Finden Sie Ihre Gabe heraus und stellen Sie sie in Seinen Dienst.

Es gibt Gaben, die fŸr die Gemeinde heute nicht mehr von Bedeutung sind. Erinnern wir uns daran, dass die Apostelgeschichte die †bergangsperiode zu Anfang der Kirche wiedergibt. Die Apostelgeschichte ist also ein Buch des †bergangs. Daher vertreten wir keine Lehre aufgrund dieses Buches, wenn sie nicht vom Rest des Neuen Testaments bestŠtigt wird. Weil die GlŠubigen damals noch nicht das Neue Testament hatten, erzeigte Gott an Pfingsten seine Kraft und sein "Ja und Amen" durch Wunder, Offenbarungen und Zungenrede (Sprachenrede). Dies geschah, um die Botschaft von der mit dem Erlšser gekommenen neuen Heilszeit rasch zu verbreiten. Das war ein nicht zu wiederholendes Wunder an Pfingsten. Es gibt nur ein Pfingsten, ebenso wie es nur ein Golgatha, eine leibliche Auferstehung und eine Himmelfahrt gibt. Am Tag der Pfingsten hšrten Menschen aus der ganzen damals bekannten Welt das Evangelium in ihrer Sprache, so dass sie nach Hause zurŸckkehren und ihren Mitmenschen berichten konnten, dass der Erlšser der Welt von den Toten erstanden war. Apostelgeschichte 2,4.22-24. Heute ist die Gabe der Sprachenrede nicht mehr relevant. Wir haben die Bibel in den meisten Sprachen der Welt. Wir mŸssen nur schlicht und einfach mit der uns gegebenen Sprache den Missionsbefehl erfŸllen. "Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur." Markus 16,15.

Die Gabe der Erkenntnis hat ebenfalls nicht mehr die damalige Bedeutung, da uns in der Niederschrift des Neuen Testaments die volle Offenbarung Gottes geschenkt ist. Dies gilt auch fŸr die Gabe der Prophetie. Diese Gaben galten fŸr diese besondere Zeit, in der das Neue Testament noch nicht in schriftlicher Form vorlag. Gott redete zu seinem Volk durch das Alte Testament und auf direktem Wege bis zur Vollendung des Neuen Testaments. So sagt 1. Korinther 13,10 mit Bezug auf das in der Entstehung befindliche Neue Testament: "Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das StŸckwerk aufhšren." Dies wird von Jakobus 1,25 bestŠtigt: "Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineinschaut", womit das Neue Testament angesprochen wird. Gottes Wort, das uns heute in schriftlicher Form vorliegt, macht die oben erwŠhnten Gaben entbehrlich. In der Tat, weitere Offenbarungen oder Prophetien oder ZusŠtze zu Gottes Wort werden geahndet, wie es in Offenbarung 22,18-19 beschrieben wird: "Ich bezeuge allen, die die Worte der Weissagung dieses Buches hšren: Wenn jemand etwas dazusetzt, so wird Gott auf ihn die Plagen zusetzen, die in diesem Buch geschrieben sind."

E. Die Versiegelung mit dem Heiligen Geist.

Der Heilige Geist selbst ist das Siegel.
(1) Dieses ist ein Siegel, mit dem unsere Zugehšrigkeit zu Gott beglaubigt wird. 2. Timotheus 2,19.
(2) Es ist ein Siegel unserer Stellung. Epheser 1,13.14.
(3) Es ist ein Siegel der Gewissheit. Epheser 1,13.14.
(4) Es beglaubigt ein abgeschlossenes RechtsgeschŠft. Jeremia 32,10.
(5) Es ist ein Siegel der Gerechtigkeit. Ršmer 4,11.
(6) Es ist ein Siegeleindruck. Mit dem Petschaft wurde ein Siegel in Wachs eingedrŸckt. Wenn wir mit dem Heiligen Geist versiegelt sind, ist dies als Abdruck auf uns kenntlich. 2. Korinther 1,22. Diese Versiegelung gilt auch als "Angeld". Dies ist eine Anzahlung auf einen Gesamtbetrag. Die Innewohnung des Heiligen Geistes ist Gottes "Angeld". "Und betrŸbt nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlšsung." Epheser 4,30. Er wohnt bleibend in uns, bis wir das Ziel der himmlischen Herrlichkeit erreichen.

F. Die Taufe des Heiligen Geistes.


Das Wort Taufe meint ãeintauchen; hineinversetzen; sich identifizieren mit
Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist der Vorgang, durch den der Heilige Geist uns in den Leib Christi hineinversetzt, wenn wir zum Glauben gekommen sind. Der ãLeib ChristiÒ ist gleichzusetzen mit der ãGemeindeÒ, die aus der Gesamtheit der wiedergeborenen Christen besteht. Durch einen Geist sind wir alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Unfreie oder Freie, und sind alle mit einem Geist getrŠnkt." 1. Korinther 12,13. Das war die Verhei§ung von Pfingsten und der Beginn der Gemeinde.

Die Taufe des Heiligen Geistes ist nicht eine Kraftverleihung oder eine "Erfahrung", sondern vielmehr ein Akt des Heiligen Geistes selbst, kraft dessen er uns in den Leib Christi hineinversetzt. Apostelgeschichte 1,5: "Ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen." Das bezieht sich auf Pfingsten, auf die "Geburt" der Gemeinde, die bald erfolgen sollte. Vor Pfingsten kam der Geist auf die Menschen; er war ãmit ihnenÒ; aber nach Pfingsten ist er allezeit ãin ihnenÒ. Er nimmt Wohnung in allen, die gerettet sind. Wenn der Begriff ÒGeistestaufeÓ verwendet wird, dann wird er stets kollektiv und nie individuell gebraucht. Wenn in der Schrift von der ãTaufe mit dem Geist und mit FeuerÒ die Rede ist, dann ist dies ein kontrastreiches Bild fŸr Errettung und Gericht.
Wir haben entweder das eine oder das andere, je nach unserer Beziehung zu Jesus Christus. MatthŠus 3,11-12; Lukas 3,16-17.

Manche machen geltend, eine Erfahrung mit der ãGeistestaufeÒ zu haben und in Zungen zu reden. Andere sagen, die Kraft zu heilen, Wunder zu vollbringen und DŠmonen auszutreiben empfangen zu haben, aber es sind falsche Propheten und falsche Lehrer. Lesen Sie hierzu den 2. Petrusbrief, Kapitel 2. Die Menschen, von denen die Rede ist, interpretieren die Bibel anhand ihrer eigenen Erfahrung, anstatt ihre Erfahrung von der Schrift her zu interpretieren. Der Teufel kann angebliche Wunderdinge, die nicht von Gott sind, vorgaukeln. Es gibt einen Geist der Wahrheit und einen Geist des Irrtums. 1. Johannes 4,1-6

FŸr das Streben nach dem Gebrauch der Gaben des Heiligen Geistes wird uns ein kšstlicherer Weg gezeigt (1. Korinther 12,31). Hierzu lesen wir 1. Korinther 13,2: "Und wenn ich die Gabe der Prophetie hŠtte und wŸsste alle Geheimnisse und hŠtte allen Glauben, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe (Agape) hŠtte, so wŠre ich nichts." Liebe soll die Triebkraft fŸr den Gebrauch unserer Gaben sein. Wir mŸssen alles dem Herrn Jesus Christus unterstellen, um jederzeit fŸr ihn bereit zu sein, und zwar an jedem Ort, zu jeder Arbeit und zu jedem Zeugnis, wozu immer der Herr uns ruft.
Es wŠre noch sehr viel mehr Ÿber die Person und das Werk des Heiligen Geistes zu sagen; in dem Ma§e, in dem wir in Christus zur Reife gelangen, werden wir mehr und mehr seine Gegenwart und sein Wirken in unserem Leben erfassen.


 


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