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Kapitel
8
ERLÄUTERUNG
UND VERANSCHAULICHUNG DER PERSÖNLICHEN ERRETTUNG ANHAND DER BIBEL
Die
persönliche Errettung geschieht auf dreifache Weise:
A.
Sie wird in der Bibel als "neue Geburt" (Wiedergeburt)
dargestellt.
Johannes
3,3-8.
Sie
zeigt sich darin, dass ein Mensch dem Wort Gottes Vertrauen
schenkt. Johannes 3,5: Das „Wasser“, von dem hier die Rede ist, ist
das wohlbekannte Symbol für das Wort Gottes. Epheser 5,26; Johannes
15,3; Psalm 119,9. Es hat hier keinen Bezug zur Taufe. Andere
Schriftstellen stellen klar heraus, dass die Wiedergeburt durch das
Wort Gottes geschieht. 1. Petrus 1,23-25; Jakobus 1,18. Genau wie
das Wasser beim Waschen die Augen vom Schmutz befreit, der uns
sonst undeutlich sehen ließe, so reinigt das Wort Gottes, wenn es
gelesen und geglaubt wird, das Denken der Sünder von falschen Vorstellungen
von Gott und seiner Erlösung. Das Wort Gottes Wort wirft ein
Schlaglicht auf den verlorenen Zustand des Menschen (Römer
3,10-19), auf Gottes Liebe, die sich auch in der Bereitung der
Erlösung für den verlorenen Menschen zeigt (Johannes 3,16), und auf
die Art und Weise, wie ein Sünder gerettet werden kann (Römer
10,1-17).
B.
Sie zeigt sich durch die Innewohnung des Geistes Gottes. Johannes
3,5.
Der
Heilige Geist, die dritte Person der Dreifaltigkeit, wurde von
Christus nach seiner Himmelfahrt gesandt, damit er mittels des
Wortes Gottes die Menschen von ihren Sünden überführe. Er führt
Menschen dazu, ihr Vertrauen auf Christus zu setzen. Er erfüllt
jeden Menschen, der zum Glauben kommt, und teilt dem Gläubigen eine
göttliche Natur bzw. das Aufnahmevermögen für geistliche Dinge mit.
Der Heilige Geist leitet alle, die wiedergeboren sind, in alle
Wahrheit. Johannes 16,7-15; Epheser 1,13; 4,30; 2. Petrus 1,3.4;
Galater
5,22-26.
Wenn
das Wort Gottes gelesen bzw. gehört wird, prägt der Heilige Geist
die Wahrheit ins Herz ein und zeigt dem Sünder seinen verlorenen,
schuldigen, hilflosen und hoffnungslosen Zustand. Er offenbart dann
durch das Wort den Weg des Heils durch den Glauben an Christus und
sein vollbrachtes Werk. In dem Augenblick, in dem sich der Sünder
Christus anvertraut, erfolgt seine Versiegelung als erkauftes
Eigentum. Das ist keine Frage des Gefühls, sondern eine Tatsache.
Denn die Wiedergeburt hat nichts mit Gefühlen zu tun.
C.
Sie zeigt sich durch die Zeugnisse derer, die "hinschauten und
lebten" (4. Mose 21,8.9).
Das
gilt für viele Millionen seit der Zeit des Neuen Testaments.
Durch
den Glauben haben sie das stellvertretende Opfer Christi für sich
in Anspruch genommen. Johannes 3,14-16. Mit diesen Worten hat
Christus kristallklar deutlich gemacht, wie dieses neue Leben zu
dem Sünder gelangen kann. In seiner Antwort an Nikodemus’ Frage
„Wie kann das geschehen?“ hat Christus anhand einer Begebenheit im
Alten Testament veranschaulicht, wie die Wiedergeburt erfahren
werden kann. Halten Sie hier einen Augenblick inne und lesen Sie 4.
Mose 21,4-9.
Sieben
Worte scheinen diesen Sachverhalt zusammenzufassen. Lassen Sie uns
unsere ganze Aufmerksamkeit darauf richten, denn es ist Christi
ganz eigene Veranschaulichung dessen, wie der Sünder wiedergeboren
werden kann:
(1)
Sünde: 4. Mose 21,5. Wie Israel damals gesündigt hat, so hat die
ganze Menschheit in Gedanken, Worten und Taten gegen Gott
gesündigt. Römer 3,23.
(2)
Gericht: 4. Mose 21,6. So wie Sünde Gottes Gericht über das Volk
brachte, so hat Gott seinen Zorn über alle Sünde offenbart. Römer
1,18; Hiob 36,18; Römer 6,23.
(3)
Buße: 4. Mose 21,7. Israel erkannte seine Sünde, bekannte sie und
bat um Vergebung. Das ist Buße, die aus einem Sinneswandel besteht,
der zu einer veränderten Einstellung führt, die sich wiederum in
einer Änderung des Handelns niederschlägt. Gott fordert diese Buße
vom Sünder. Lukas 13,3; Apostelgeschichte 17,31; 20,21; Markus
1,15.
(4)
Offenbarung: 4. Mose 21,8. “Und der Herr sagte.” So wie Gott Mose
den Weg der Rettung für die von Schlangen gebissenen Israeliten
geoffenbart hat, so hat Gott in der Bibel seinen Weg der Rettung
für uns geoffenbart. 2. Timotheus 3,15-17; Römer 10,8.9.
(5)
Bereitung. 4. Mose 21,8.9. Eine eherne Schlange wurde angefertigt
und für das Volk sichtbar oben an einer Stange befestigt.
Vergleichen Sie hiermit Johannes 3,14. Wie Mose die eherne Schlange
erhöht hat, so musste Christus am Kreuz erhöht werden, um die
Erlösung für die vom Sündenbiss betroffene gesamte Menschheit zu
schaffen. Am Kreuz hat er unsere Sünden getragen, unseren Platz
eingenommen und das ganze Gericht für unsere Sünden auf sich
genommen. Durch seinen Tod hat er alle Forderungen Gottes gegen den
Sünder erfüllt. Gott hat die Annahme des stellvertretenden Opfers
seines Sohnes dadurch bekundet, dass er ihn von den Toten
auferweckt hat. Jesaja 53,5.6; 1. Korinther 15,1-4;
Römer
5,7.8.
(6)
Bedingung: 4. Mose 21,8. “Wer hinschaute.” Die Tatsache, dass die
eherne Schlange erhöht war, bedeutete noch nicht das Gerettetsein.
Das bloße Anschauen war nicht genug. Für jeden einzelnen Israeliten
galt auch ein Glaubensschritt. Sie mussten glauben, dass das
Hinsehen auf die Schlange sie wirklich retten würde. Sie hätten
auch im Unglauben wegsehen können. Sie hätten sagen können, dass es
töricht sei zu glauben, dass eine Schlange, obwohl Gott es gesagt
hatte, sie retten könne. Sie hätten spotten und sich darüber lustig
machen können. Doch leben hieß für jeden Israeliten, der von einer
Schlange gebissen worden war, hinzusehen. Die Tatsache als solche,
dass Jesus Christus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und
das zu unserer Errettung notwendige Werk vollbracht hat, rettet uns
nicht. Als verlorener Sünder muss ein jeder voller Vertrauen
hinsehen und im Glauben darauf bauen, dass es wahr ist, was Gott sagt.
„Wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll errettet werden.“ Römer
10,13. Ebenso wie die Israeliten, die gebissen worden waren, nicht
aufgefordert wurden, zu beten, zu bekennen oder gute Werke zu tun,
um sich die Erlösung zu verdienen, so werden Sünder, die noch nicht
gerettet sind, dazu aufgerufen, ihr ganzes Vertrauen auf Jesus
Christus zu setzen und ihn im Glauben als ihren persönlichen
Heiland anzunehmen. Johannes 1,12; Epheser 2,8.9.
(7)
Das Ergebnis: 4. Mose 21,9. “Und wenn jemanden eine Schlange biss,
so sah er die eherne Schlage an und blieb leben.” In dem
Augenblick, in dem ein von einer Schlange gebissener Israelit (der
dem Tod geweiht war), die eherne Schlange ansah, wurde ihm ein
neues Leben zuteil. Er war sozusagen „von neuem geboren“! Entsprechend
ist es mit der Erlösung: in dem Augenblick, in dem ein schuldiger,
verlorener Sünder der "Guten Nachricht" (Evangelium)
glaubt, dass Jesus für seine Sünden gestorben ist, und ihn als
seinen persönlichen Heiland annimmt, empfängt er geistliches bzw.
ewiges Leben. Er wird dann vom Heiligen Geist erfüllt, wird der
göttlichen Natur teilhaftig und ist damit von oben geboren bzw.
wiedergeboren. Das ist die Neugeburt, die nach den Worten Christi
unabdingbar ist, um das Reich Gottes sehen und hineingelangen zu
können. Johannes 3,3.5
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